Bericht zur Veranstaltung: Wiederbelebung der Siemensbahn am 27.03.2019


Einladung und Moderation: M. Brauner CDU Spandau (Siemensstadt)
Gast: Alexander Kaczmarek (DB) Deutsche Bahn Konzernbevollmächtigter für das Land Berlin
Veranstaltungsbeginn: um 19:00 Uhr. Der große Festsaal im *Stammhaus Siemensstadt* war
restlos besetzt.
Siemensbahn: Stillgelegte Strecke der ehemaligen Siemensbahn (1927/1929), von bisher (ohne die gepl. Verlängerung nach Hakenfelde) 4 ½ km die Jungfernheide, Westend und Siemensstadt umfasst.
Nach dem Begrüßungsmoment, hat uns Herr Kaczmarek eloquent und verständlich auf den aktuellen Stand der Deutschen Bahn gebracht und den Nutzen einer Wiederbelebung Siemensbahn erklärt. Es entsteht mit der Neuplanung eine vorteilhafte Vernetzung der öffentlichen Verkehrsmittel von Ost und West Berlin, auch eine Fahrzeit von 40 Minute nach Schönefeld, wäre dann möglich.
Zur Siemensbahn selbst, war der Informationsfluss mangelhaft, denn zum jetzigen Zeitpunkt ist nur der Auftrag an die Deutsche Bahn gestellt worden, die Sachlage der Bahntrasse prüfen zu lassen. So konnte weder über ein Kostenaufstellung, noch über klare Planungszeiträume, auch nicht über Richtungsvorgaben, noch welche Trassen, wie neu gelegt werden, noch welche Bahn wie oder wohin geführt wird, gesprochen werden.
Das wäre jedoch ein klarer Sinn zur dieser Veranstaltung gewesen, der mir hier sichtlich fehlte.
Das wenige was Fakt ist, dass die DB sich an den Bestandschutz, Naturschutz und Denkmalschutz halten muss. Eine Richtlinie die in den heutigen Bauplanungen selbstverständlich ist.
Die Bahnhöfe selbst, im Bereich der Siemensbahn werden reaktiviert und modernisiert, da aber noch keine Planung vorliegen, konnte auch darüber keine Informationen fließen. Die Züge werden mit voraussichtlich 60 km/h durch den Kiez düsen.
Fragen nach Lärmschutz für die Anwohnern, die in der Nähe der Bahngleise wohnen , wurde von Herrn Kaczmarek erklärt, dass der heutige Gleisbau und die Triebwagen kaum noch zu hören sind, nur in den Kurvenbereichen werden Geräusche vernehmbar sein. An einer Lösung zu diesem Problem, wird technisch gearbeitet und kann eventuell auch schon zum Bau der Siemensbahn genutzt werden.
Nach Fragen und auch einem Ideenaustausch der Veranstaltungsteilnehmer, wurde der Saal etwas lebhafter.
Einige Anwesende hatten etliche Fragen zu: Wie die Strecke verlängert wird,…. ob mit einem Tunnelverfahren oder per Brücke,…..oder ob die Gleise/Bahnhöfe der Gesamthöhenlage angepasst werden müssen, usw? Das Konnte von den Sprechern nicht beantwortet werden, da noch keine Planungen dazu vorliegen und auch noch kein Bestand aufgenommen wurde. Auch fehlen noch sachkundige Brückenprüfer, die die Statik und Sicherheit der Brücken überprüfen können. Wer diese Kompetenz als Beruf aufweisen kann, darf sich gerne bei der Deutschen Bahn bewerben. Die Chancen stehen gut eingestellt zu werden.
Sicherung von Kleingartenanlagen: Momentan sind keine Kleingärten in Gefahr aufgelöst zu werden, aufgrund der Siemensbahn. Laut DB/CDU Siemensstadt
Man bedenke aber hierzu, es liegen ja auch noch keine Pläne dazu vor, d.h. ist es keine gesicherte und nachhaltige Aussage.
Nach der Frage *was sich die Bahn von der von der Politik wünscht*, sinngemäße Antwort: Das wird sich im Laufe des Prozesses zeigen und natürlich auf eine gute Zusammenarbeit mit dem Bund und dem Land Berlin und der Firma Siemens.
Zu dieser Frage hätte ich mir gern auch eine Antwort der von Herrn Brauner gewünscht, da er als CDU Siemensstadt hierzu eingeladen hatte, leider bekamen wir dazu keinerlei Stellungnahme, ob Ideen oder Konzepte von Seiten der CDU Spandau/BVV Spandau vorliegen.
Ich habe zu dieser Veranstaltung gern Herrn Bewig dabei gehabt, als zuständiger Stadtrat für Fachbereich Stadtplanung /Fachbereich Vermessung und Geoinformation/ Fachbereich Bauaufsicht / und vielleicht auch für das Grün auf den Gleisen. Da auch wegen der starken Bewurzelung der Gleisanlage und Baumbestand gefragt wurde, ich hätte gern seinen Stand dazu erfahren, auch wenn das Gelände der Bahn gehört.
Allerdings soll die Bewurzelung keine Komplikationen bei dem Bau darstellen, laut des DB Sprechers.
Kritik von einigen Teilnehmern an den Bauplänen, die jedoch noch gar nicht vorliegen, wurden von manchen aber jetzt schon einmal wohl zur Sicherheit, heftig geäußert.
Auch eine Frage von mir: Ob noch Führungen stattfinden werden, im aktuellen Zustand: Es sollen Führungen, in den noch nicht sanierten Bahnhöfen stattfinden.
Perfekt wäre bei der Gestaltung der Bahnhöfe, uns Bürger mit einzubinden
Wie immer im Anschluss mein persönliches Fazit:
Der Raum war sichtlich zu klein. Dass ein hohes Interessenaufkommen momentan in Siemensstadt deutlich ist, hat man bei der letzten Veranstaltung der SPD im Gemeindesaal gesehen. Vielleicht sollte jeder Veranstalter zu Siemens 2.0 demnächst das beachten. Es wäre auch nützlicher, erst zu Info-Veranstaltungen einzuladen wenn wirklich Fakten und Informationen vorliegen, damit spreche ich nicht nur von dieser Veranstaltung. Ein Veranstaltungswettbewerb unter den Einladenden ist sinnfrei. So werden dann in Zukunft, wirklich nur noch kleine Räume gebraucht, weil keiner mehr kommt.
Und wieder, wie auch bei der letzten SPD Veranstaltung, aber noch in einem höheren Durchschnitt, kommen fast nur Senioren zu diesen Infoabenden. EY….LEUTE es ist euer Kiez…Interessiert euch und kommt hin, es betrifft euch!!! Es kann doch nicht sein, dass sich nur Rentner interessieren, wo die Vollendung in der Ferne liegt?
Auch der mehrmalige Hinweis vom Moderator, dass die Veranstaltung sehr Respektvoll abläuft, hat mich sehr gewundert. Was erwartet man bei einen DB Infoabend? Sit in’s , Eier ? Kann mich an keine Veranstaltung hier im Kiez erinnern, wo Polizei vorfahren musste. Es sind meist ältere Herrschaften anwesend. Wir sind in Siemensstadt.
Und als letztes eine Anmerkung…historische Werke oder Bauten nicht zu vergessen, wenn sie wichtig waren, hat seine Richtigkeit. Manchmal ist es auch richtig, das Alte zu erhalten oder wieder neu zu gestalten. Das muss aber nicht mit antiquierten Willen und Wünschen gelebt werden. Das alte hatte seine Zeit, das Neue wird kommen und es muss nicht schlecht sein! Wir schlagen heute auch nicht mehr mit Steine aufeinander, um mit Zunder Feuer zu machen. Wir sind stetig in einer Entwicklung, auch unserem Kiez.
Text und Fotos: Initiative Kiez Siemensstadt Rebekka
Fotoinhalte : Vorlagen zur Veranstaltung der CDU Siemensstadt+2Initiative Kiez SiemensstadtGuter ZweckNachricht senden

Werbeanzeigen