zur Info , morgen am 01.02.2019 findet um 8:00 Uhr eine Kundgebung zur geplanten Schliessung des Berliner Infinera Fertigungsstandortes am Siemensdamm 62 statt.

Hallo Nachbarn,


ich war gestern bei den Maltesern und habe mich als Kiez Ini vorgestellt und die Malteser Mitarbeiter Herzlich Willkommen geheißen. Natürlich ist alles dort noch im Aufbau. Aber es war ein guter Start und hoffe auf eine schöne Zusammenarbeit. Viele Spendenanfragen haben mich schon erreicht. Es wird ein Kontakt aufgebaut und es wird dann zeitnah eine Spendenliste und mit den dazu benötigten Infos rausgehen. Unser Kiez ist schon trainiert und versiert und wir warten das wir alle starten können. Ich werde die ev. Kirche und die Stadtteilkonferenz dazu informieren. Am 22.02.2019, 15°°-18°° Uhr, findet ein Tag der offenen Tür statt. Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete am Schuckertdamm 343Ein Flyer dazu ist noch nicht fertig, so wurde mir berichtet, da noch viel zu tun ist. Wenn einer rausgeht, stelle ihn gern dazu noch einmal ein.
Diesmal stehen auch Pflanzkübel zur Verfügung, es dürfen dann auch Gartenpflanzen und Samen gespendet werden. Dazu bin ich gern bereit helfend und beratend, bei Seite zu stehen. Ein Künstler aus dem Kiez, beginnt ab Donnerstag ein Kindermalkurs in der Gemeinschaftsunterkunft. Ein Frauen-Café soll entstehen. Dazu werden dann noch Ausstattungsgegenstände benötigt. Initiative Kiez Siemensstadt Rebekka

ACHTUNG Warnstreik

Warnstreik der öffentlichen Zentral und Landes- Bibliotheken in Berlin.Nachmittags 15.40 Uhr bis 19.30 Uhr ,am 31.01.2019https://www.t-online.de/nachrichten/id_85173100/beschaeftigte-von-berliner-bibliotheken-planen-warnstreik.html

Mehr über die Abwicklung der Firma Infinera… Kann die Bundesregierung hier helfen?

Berlin. In die geplante Schließung des Werks der früheren Siemens-Tochter Infinera schaltet sich nun offenbar die Bundesregierung ein. Nach Angaben der Gewerkschaft IG Metall werde die geplante Verlagerung der Produktion nach Asien vom Bundeskanzleramt, dem Bundeswirtschaftsministerium und dem Bundesverteidigungsministerium überprüft. Infinera stellt in Berlin-Spandau Technik für die Datenübertragung in Telekommunikationsnetzen her. „Auch Sicherheitsorgane der Bundesregierung sind Kunden von Infinera“, sagte die zweite Bevollmächtigte der Berliner IG Metall, Regina Katerndahl, am Mittwoch. Die Bundesregierung bestätige die Überprüfung der geplanten Standortverlagerung zunächst nicht.

Das US-Unternehmen Infinera ist erst seit Oktober des vergangenen Jahres Eigentümer des Standorts in Spandau. Zuvor gehörte das Werk dem Wettbewerber Coriant, den Infinera im vergangenen Jahr übernommen hatte. Das Werk in Spandau hatte zuvor immer wieder wechselnde Besitzer. Ursprünglich hatte der deutsche Industriekonzern Siemens das Werk aufgebaut.

Mitte Januar hatte der neue Eigentümer den 400 Mitarbeitern am Standort verkündet, das Werk zu schließen und die Produktion verlagern zu wollen. Am 30. September dieses Jahres soll Schluss sein. Bereits am Freitag soll die erste Verhandlungsrunde mit den Arbeitgebern über einen Interessensausgleich stattfinden. Zeitgleich ruft auch die Gewerkschaft IG Metall vor dem Werk am Spandauer Siemensdamm zu einer Kundgebung auf. „Wir werden alles in unserer Macht stehenden tun, um die Schließung des Werks und den Abbau dieser wichtigen Industriearbeitsplätze in Berlin zu verhindern“, kündigte Berlins IG-Metall-Chefin Birgit Dietze an.

Die Mitarbeiter seien von den Schließungs-Plänen überrascht gewesen, erklärte der Betriebsratsvorsitzende des Infinera-Werks Jörg Wichert. Die Belegschaft hatte gehofft gemeinsam mit dem neuen Eigentümer auf Wachstumskurs zu sein. „Die Kollegin sind in einer Schockstarre gefallen, die dann schnell in Empörung wechselte“, so Wichert. Nach Angaben des Betriebsrats plant Infinera Kosten zu sparen und künftig komplett ohne eigene Fertigung zu arbeiten. Dafür plant das Unternehmen, die Herstellung der komplexen Hardware an Lohnfertiger auszulagern. Im Gespräch ist nach Informationen der Berliner Morgenpost dafür ein Unternehmen in Thailand.

Kai Wegner kritisiert Verlagerungspläne

Infinera hatte durch die Übernahme von Coriant zu großen Konkurrenten aufgeschlossen. Vor allem der chinesische Konzern Huawei war in den vergangenen Jahren stark gewachsen. Die Technologie, die sowohl Infinera als auch Huawei herstellen, ist auch für den Aufbau des neuen, schnelleren Mobilfunknetzes 5G relevant. Das Werk in Spandau ist nach Angaben der IG Metall einer der wenigen Standorte in Europa, der die Hardware für diese Datenautobahnen der Zukunft herstellt. Ziehe die Produktion wie geplant nach Fernost würde auch das gesamte Know-how verloren gehen, befürchtet die Gewerkschaft.

Infinera habe, so die Gewerkschaft, schon jetzt einiges an Wissen abgeschöpft. Durch die Übernahme von Coriant habe das Unternehmen auch die 1598 Patente des früheren Konkurrenten erhalten. Infinera selbst habe zuvor nur 572 eigene Patente gehabt.

Der Spandauer Bundestagsabgeordnete Kai Wegner (CDU) kritisierte am Mittwoch die Verlagerungspläne und forderte die Bundesregierung zum Handeln auf. „Hier werden hochkomplexe Leiterplatten hergestellt, wie sie in höchst sicherheitsrelevanten Bereichen auch in der Bundesrepublik zum Einsatz kommen. Die Produktion und das Know-how der deutschen Sicherheitsinfrastruktur darf daher aus meiner Sicht nicht ins Ausland verlagert werden! Das kann auch nicht im Interesse des Landes sein“, sagte Wegner der Berliner Morgenpost. „Wir müssen die sicherheitsindustriellen Schlüsseltechnologien in Deutschland erhalten, denn sie dienen der Wahrung der strategischen Souveränität Deutschlands“, so Wegner weiter. Er werde sich jetzt für den Erhalt des Werkes einsetzen. Text: Morgenpost

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Bericht zur Veranstaltung Campus Siemens

Spandau muss sich richtig anstrengen um attraktiv zu werden.

Campus Siemens…

Gestern veranstaltete die SPD Spandau, ein Informationsforum mit anschließender Diskussion.

An dem Podiumstisch saßen:

Daniel Buchholz (SPD) MdA  Zuständig f. Siemensstadt und Haselhorst. Sprecher für Stadtentwicklung, Umwelt, Klimaschutz der SPD-Fraktion.

Christian Gaebler (SPD) Chef der Senatskanzlei Berlin

Raed Saleh Vorsitzender der SPD-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus

Yashar Azad  Pressesprecher der Siemens AG

Die Veranstaltung wurde von einigen anwesenden Polizisten gesichert.

Wenn ihr euch nun erhofft etwas Brandneues zu erfahren, muss ich leider berichten,  dass da nicht viel Neues auf der Veranstaltung gesagt wurde. Eigentlich nur bestätigt wurde, was schon längst in den Medien zu lesen war.

Um 19:05 war der Gemeinschaftssaal der evangelischen Kirche Siemensstadt schon völlig überfüllt. Schön so viel Interesse von Bürgern zu sehen.

Herr Saleh sprach erste einführende Worte und übergab gleich an Herrn Gaebler weiter. Der die Basicpoints der Veranstaltung bekannt gab.

Zahlen lasse ich hier bewusst aus, da noch nicht wirklich viel feststeht.

-Milieuschutz

-Mieten

-Tegel Schließung, Gefahren und Chancen

-Verkehr und Infrastruktur, Mobilität

-Einbindung der Nachbarschaft. (Ich spreche hier mit Absicht noch nicht von einem partizipativen Verfahren, das muss sich erst zeigen, wie das gehandhabt wird.

Der Campus Siemens soll hauptsächlich ein Wissenschaftsstandort werden. Der verbinden und vernetzen soll. Ein neu gestalteter Produktionsstandort mit innovativen Produktion und  Maßstäben. Mit Start up Unternehmen in einem integrativen (wirtschaftlichen)  Ökosystem im Verbund. Auch bedeutet es, dass neue Infrastrukturen geschaffen werden, die Nachhaltig angedacht werden. Erneuerung von Netzen wie schnelles Internet. Diese Voraussetzung hat nur Berlin anzubieten, deshalb entschied sich Siemens zurück an seinen Ursprung kommen und zu investieren. Diese Grundlagen dafür kann Berlin liefern, um ein einzigartiges Projekt zu realisieren.

Immer wieder wurde die gute Zusammenarbeit mit dem Land Berlin und der Siemens AG erwähnt und die gegenseitige Unterstützung,

Es werden Planungen mit der Siemens Real Estate und der Senatsverwaltung gestartet und erste Ergebnisse werden bis Mai /Juni 2019 erwartet und auf einer größeren Info-Veranstaltung von der Firma Siemens bekannt gegeben.

Dann wird auch eine Stadtkampagne für eine Namensgebung des neuen Areals Campus Siemens ausgerufen. 

Auch wurde die Siemensbahnauferstehung angesprochen, die bis in die Wasserstadt Spandau erweitert werden soll. Aber es wird auch gleich ein Zeitraum von mehr als 8 Jahren angesetzt, bis die Bahn wieder seinen Betrieb aufnehmen kann. Noch wird aktuell ein Gutachten zum Zustand der Trassen erarbeitet. An den Kosten sollen sich die Deutsche Bahn (Bund) und Siemens beteiligen.

Interessant ist für euch bestimmt auch, dass endlich Querverbindungen von Siemensstadt und Haselhorst geschaffen werden sollen. So dass  es nicht mehr nötig ist außen rum zu fahren/ laufen zu müssen. Das vereinfacht deutlich die Mobilitätmöglichkeiten und es wird für viele Anwohner einfacher von A nach B zu kommen.

Angedacht ist auch ein intensiver Ausbau der Verkehrsinfrastruktur:  Eine U-Bahn bis Falkenhagener Feld, Straßenbahn, S-Bahn, Elektromobilität, Radwege  und Express Busse. Eine Verbindung nach Tegel ist nicht im Planungsbereich eingebunden.

Ein für und wider in Sachen Tegel wurde nun schon weitreichend diskutiert.  Siemens wird sich zu jedem Ausgang, ob ein Weiterbetrieb  oder  eine Schließung  stattfindet, darauf einstellen.

In Sachen Bürgerbeteiligungverfahren, soll die Senatsverwaltung und der Bezirk die Initiative ergreifen, Projekte in einem offenen Dialog dem Bürger anzubieten.

Milieuschutz  für (Alt) Siemensstadt und Haselhorst wird von der SPD Fraktion angestrebt und soll auch über den Kopf des Bezirkes durchgesetzt werden. Bau und Mietvorhaben werden somit im Bezirk zum Schutz der Anwohner  über den Bezirk geregelt.

Milieuschutz – Berlin.

Die Veranstaltung  wurde gegen 21:00 beendet. Es war ein ruhiges und sachliches Forum.  Ich würde mich freuen mehr junge Leute auf diesen Infoveranstaltung zu sehen. Es ist euer Kiez, interessiert euch für euer Umfeld.

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Zu der Veranstaltung erlaube ich mir einmal ein paar offene persönliche Worte. Berlin und erst recht Spandau,  können und wollen Bürgerbeteiligung nicht so ganz wirklich. Das macht Arbeit kostet Zeit und Geld und besonders….Nerven, angedachte Ziele dem mündigen Bürger häppchenweise so anzubieten, dass sie so nach gewünschten Plan ausgeführt werden. Oft werden Klebebildchenspiele und Kärtchenschreiben mit langatmigen Auswertungen, wo schon engagierte Menschen ihre Lust verlieren, angeboten. Kommunikationsagenturen werden dann  beauftragt diese Beschäftigungsarten auszuarbeiten, ohne dass sie das Umfeld bzw.  Anwohneralltag  kennen. Hier sind dann interessierte Bürger gefragt, die Lust haben etwas mit verändern wollen und einen langen Atem haben

Hier wäre eine große Chance, den Dialog zwischen den Beteiligten neu und gleichberechtig anzudenken.  Bürger in der Basis und gleich zu Beginn mit einzubinden.  Hier wäre eine Chance für Spandau, sich modern und offen zu zeigen. Ich bin gespannt, wie sich das Verfahren hier entwickeln wird.

Ich möchte auch nicht laufend auf solchen Veranstaltungen hören, wer von der anderen Fraktion was nicht gemacht hat. Ob man dagegenhalten kann, bleibt jedem selbst überlassen. Aber dann beginnt das Spiel von vorne. Besser wäre es mit sachlichen Ideen, Informationen und Möglichkeiten und auch Fragen dem Bürger mitzunehmen.

Spandau muss sich richtig anstrengen um attraktiv zu werden.

In Spandau reicht es nicht  Bahnen oder Straßen neu anzulegen. Der Bezirk muss lernen aus seinen oft altbackenen Image aufzuwachen und sich neu zu erfinden, etwas Frisches mit Anbieten. Einen lebendigen und vielfältigen Ort neu entwickeln. Ein gleichberechtigtes, offenes und mordernes Miteinander. Weg von dem gegenseitigen endlosen bashing und blocken. Wo keine Cafés, Bars, Co-Working Places, keine Unterhaltungsmöglichkeiten, Kommunikationplattformen angeboten werden.  Wo Kitas und Schulen Mangelware sind. Wo man lange Wege zu Ärzten auf sich nehmen muss, werden viele junge aktive Leute nicht lange an diesem Standort verweilen und Familien gründen.

Dann hätte Spandau eine Chance verpasst und Spandau wird für junge Zugezogene nur ein temporärer durchlauf Ort und aber kein zu Hause sein.

Inititiative Kiez Siemensstadt

Rebekka

Für den Kalender :

Mai / Juni 2019 soll eine weitere Informationsveranstaltung, dann mit neuen Fakten, angeboten werden und mit Namensfindungsverfahren für den Campus Siemens.