Vom vergessenen nimmerleins Ort, zu Siemenscity 4.0 oder Alt-Siemensstadt erwacht.

 

 

Nach 8 Wochen strengsten Verhandlungen über den Standort Berlin. Hat sich Siemens an seine Wurzeln erinnert und kehrt mit einem großem Projekt Campus Siemens zurück nach Siemensstadt.

Siemens will mit 600 Millionen € eine  neue Ära in Spandau einleiten. Der Campus Siemens wird mit Forschung, Wissenschaft, Industrie, Produktion und ein modernes Miteinander von Lebensräumen verbinden. Es soll Wirken und Leben an einem Ort entstehen. Neu ist die Idee nicht. Vor 171 Jahren erschuf  Werner von Siemens, eine städtische Industrie, wo Mitarbeiter ihren Lebensraum nahe dem Arbeiten angeboten bekamen und schuf den Ortsteil Siemensstadt, als eine Einheit. Das soll nun wieder mit einer Innovativen Planung neu erdacht werden. Die denkmalgeschützten Objekte sollen sich äußerlich nicht verändern, jedoch werden viele neue Gebäude dazukommen. In Zusammenarbeit des Landes Berlin soll eine neue moderne Infrastruktur entstehen. Bessere Anschlüsse der öffentlichen Verkehrsmittel, evtl. Neuaufbau der S-Bahn, Straßenausbau und Wegeverbesserungen.

„Es kann sofort angefangen werden“: sagte Joe Kaeser Vorstand der Siemens AG auf der PK in Berlin, in 10 – 15 Jahren soll eine neue Stadt entstehen. 50.000 bis 60.000 Quadratmetern Sozialwohnungsbau entstehen. Gegen Gentrifizierung soll von Anfang an gegengehalten werden, so dass keine Vertreibung der Anwohner stattfindet, wie schon an anderen Orten geschehen. In Silikon Valley herrscht eine große Obdachlosigkeit, weil dort das Wohnen unbezahlbar geworden ist, so dass hochrangige Mitarbeiter von Firmen in Silikon Valley in ihren Autos leben müssen.

Das soll hier in Siemensstadt nicht geschehen, mit mietpreisgebundenen Wohnungen soll gegengesteuert werden.

Das nicht alle mitgenommen werden können bei diesem Strukturwandel, verheimlicht der Siemenssprecher nicht. Das ist eine realistische Betrachtung, denn es werden sich Firmen von ihren jetzigen Gebäuden trennen und sich neue Standorte suchen müssen. Nicht alle Mitarbeiter werden dann  übernommen werden.

Man spricht auf der PK von der 4. Technik-Revolution, ein Start in eine brandneue Sozioökonomische Zeit. Ein dezentrales Energie und schnelles Wlan soll den Zukunftsstandort versorgen, um das hier Start Ups und Forschung arbeiten können. Davon werden dann auch die Siemensstädter profitieren.

Siemensstadt wird sich natürlich verändern und das sollten wir als alteingesessene Anwohner als eine Chance sehen. Siemensstadt wird aus seinen Dornröschenschlaf geweckt werden, was wirklich eine Notwendigkeit ist. Wir liegen mit der Stadtentwicklung um Jahre zurück und von städtischer Seite in Sachen Infrastruktur, wären wir auch weiterhin auf Jahre hinaus unterversorgt. Viele neue Menschen werden in unsere Siemensstadt ankommen, hier Leben und Familien gründen. Ein frischer Wind wird durch unseren alten etwas eingeschlafenen Kiez wehen. Ich freue mich, dann als alt Siemensstädter von dem Neuem hoffentlich profitieren können. Begrüßen wir diese Idee und die neuen Menschen die aus aller Welt kommen werden.

Bericht + Bilder: Rebekka Initiative Kiez Siemensstadt
Bilder Fragen die sich mir ergeben und anfragen werde.

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