Führung mit Schlossbereichsleiter Rudolf G. Scharmann und Schlossassistent Thomas Weiberg

 
 
König Friedrich Wilhelm I. wollte in vielen Dingen anders sein als sein Vater. Als er 1713 den Thron bestieg, bedeutete das das Ende der prunkvollen barocken Hofhaltung in Preußen, nicht nur die Bauarbeiten an der ausgedehnten Charlottenburger Schlossanlage wurden eingestellt. Der neue König wollte ein sparsamer, rastlos tätiger Landesvater sein, der allen im Land damit ein Vorbild gab. Tieffromm, prügelte er seinen Kindern und sonstigen Untertanen die Liebe ein und zeigte sich dabei als strenger Patriarch und absoluter Herrscher, der kaum geliebt, sondern eher gefürchtet wurde. Das Interesse des Königs galt vorrangig der Armee, bis heute ist Friedrich Wilhelm I. als „Soldatenkönig“ legendär. Dass der Monarch auch ganz andere Seiten hatte, ist dabei weitgehend unbekannt. Der König komponierte – natürlich mussten es Militärmärsche sein – und malte, oft von Gichtanfällen geplagt, rührend naive Portraits. Bei alledem verstand sich auch Friedrich Wilhelm I. auf Repräsentation und empfing zum Beispiel den sächsischen Kurfürsten und polnischen König August den Starken im Schloss Charlottenburg.
14.08.2018 15:00 Uhr
Adresse
Schloss Charlottenburg – Altes Schloss
Spandauer Damm 10-22
14059 Berlin
Zur Infoseite des Veranstaltungsortes
Berlin, Schloss Charlottenburg, Gartenseite
Treffpunkt:
 
Gruppenkasse im Ehrenhof
10 Euro / ermäßigt 7 Euro
 
Eintritt frei für Inhaber*innen der Jahreskarte nach vorheriger Anmeldung
 
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