Gedenkstätte Plötzensee

Auf einem ehemaligen Gutsgelände vor Berlin, die dem königlichen Vermögen unterlag, wurde das Gefängnis  1886-1879 Plötzensee errichtet.

Mit der Eingemeindung zu Berlin, übernahm Charlottenburg Nord das 25 Hektar große Areal.

Das Gefängnis für männliche Insassen, bestand aus mehreren Komplexen. Neben den Gefängnistrakten, wurden Verwaltungsgebäude, ein Gefängniskrankenhaus, diverse Arbeitsbarracken, Kirchen, sowie Wohneinheiten für Beamte geschaffen.

Im Ursprung, hatte das Gefängnis hatte eher ein erzieherisch Charakter. Ein Straftäter mit kürzerer Haftzeit, sollte geistig gesunden und nach der Haft ehrliches Leben beginnen.

Das änderte sich schlagartig mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten.  Fortan wurden  im Namen des Volksgerichthofes, Reichsgerichte, Militärgerichte, Landesgerichte oder des Kammergerichtes, unverhältnismäßig harte  Urteile gesprochen. Die Insassen von Plötzensee sind nicht mehr nur Straftäter. Es werden ab 1933, zunehmend politisch andersdenkende und Zwangsarbeiter inhaftiert.  Die Gefangenen werden zu dem  nicht mehr richtig ernährt und bekommen, wenn überhaupt nur unzureichende ärztliche Behandlungen. Es herrscht eine permanente Überbelegung der Haftanstalt

Im Nationalsozialismus von 1933 bis 1945 folgten  massenhaft Justizmorde. Im Vergleich, von 1890 bis 1932 wurden 36 Straftäter wegen Mordes zum Tode verurteilt.

Nach dem NS Regime wurden 2891 Menschen in Plötzensee ermordete Menschen gezählt. Ungefähr die Hälfte der ermordeten Menschen, waren Zwangsarbeiter. 300 der ermordeten Menschen, waren Frauen, die aus dem Frauengefängnis  in der Barnimstrasse überführt wurden.

Für die Hinrichtungen die auf dem Gefängnishof stattfanden, wurde zuerst das Handbeil benutzt. Ab Oktober 1936 wurde eine , Guillotine auf  deutlichen Wunsch von Hitler, zum morden eingesetzt.  Diese wurde, nach einem streng Geheimen Transport nach Berlin, in einer Baracke in der Strafanstalt Plötzensee aufgestellt. 1942 kam eine Halterung aus Stahl im Hinrichtungsschuppen dazu.  An der Decke, wurde eine Halterung aus Stahl, mit 8 festen Haken angebracht, wo Gefangene dann gleichzeitig  stranguliert werden konnten. In der Mitte des Schuppens befand sich eine Abflussöffnung, in der die Exkremente der ermordeten gespült wurden. Für die zum Tode verurteilten Widerstandskämpfer, die für das Attentat vom Juni 1944 angeklagt waren, wurden bevorzugt mit Klavierseiten am Strang erdrosselt. 1943 ist die Guillotine in den Blutnächten von 03. auf den 04. September Bombenangriff zerstört worden. Am 07.September auf den 08.September  1943 wurden telefonisch Namen der zum Tode verurteiltem Gefangenen dem Reichsjustizministerium übermittelt. Die Richter übergingen die üblichen Verfahren und Übersendung der Opfer in Haftanstalten.

Vom 07.-12.September 1943, werden mehr als 250 Menschen hintereinander  ermordet.

Das direkt an den Hinrichtungsschuppen angrenzende Gefängnisgebäude (Haus III), diente als Todestrakt, wo die Gefangenen gefesselt, Stunden vor ihrer Hinrichtung auf ihre Ermordung warteten. Es gab (nicht bei jedem Verurteilten), die Möglichkeit Abschiedsbriefe zu schreiben. Manche letzte Worte, wurden heimlich geschrieben oder auch nur ausgesprochen. Einige Gefängnispfarrer in Plötzensee, gehörten dem Widerstand an und schmuggelten die Letzten Gedanken schriftlich oder auch mündlich aus dem Gefängnis und überbrachten die Nachrichten an die  Angehörigen. Die Gefängnispfarrer begleiteten die Gefangenen über den Hof, bis zur Übergabe an den Henker,  in der Hinrichtungsstätte.

Zu dem  Attentat gegen Hitler am 19.Juli 1943 in der Wolfsschanze wurden 110 Todesurteile gesprochen. Zwischen den 08 August 1944 – 15.April 1945 werden 89 Widerstandskämpfer ermordet.

(Nicht zugrechnet werden die  am Attentat und im Widerstand beteiligten, die direkt am 20.Juli.1944 im Bendlerblock von NS Soldaten erschossen wurden.)

 

Nach dem Kriegsende 1945 wird Plötzensee als Jugendgefängnis von den Alliierten bestimmt.

Am 09.September 1951 fand die Grundsteinlegung für eine Gedenkstätte Plötzensee für die ermordeten Menschen im NS Regimes statt.

Der Architekt Bruno Grimmek gestaltete die Gedenkstätte Plötzensee.

Am 14.September 1952 fand eine feierliche Einweihung der Gedenkstätte statt und seit dem wird dieser Ort, wo viele Menschen die für Freiheit und Leben anderer, gekämpft haben als ein stiller Ort des Gedenkens genutzt.

In der Gedenkstätte sind etliche Elemente der Nazi Diktatur zusammen gefasst. Die Hinrichtungsstätte, die Urne mit Erde aus verschieden Konzentrationslager, erklärende Bildtafeln und das Namensregister der Opfer.

Text und Bilder: Rebekka

 

Links: http://www.gedenkstaette-ploetzensee.de

 

Ökomenisches Gedenkzentrum Plötzensee e.V.

http://www.oekomenischess-gedenkzentrum.de

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Advertisements

talk talk talk

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s