Eduard Willis Haus Siemensstadt, ehemals ein Erholungsheim für junge Arbeiterinnen, heute betreutes Wohnen.

Eduard Willis Haus Siemensstadt, ehemals ein Erholungsheim  für junge Arbeiterinnen, heute betreutes Wohnen.

Die Firma Siemens, war in vieler Hinsicht sehr fortschrittlich. Goebelstrasse /Ecke Lenthersteig

entsteht 1913, ein sogenanntes Klubhaus Siemens.

Ab 1916 wurde die Bezeichnung Mädchen Erholungsheim benutzt.  Ein Jahr später wurde das Heim  für 35 Frauen ausgebaut. Es erhielt nun den Namen: *Siemens Garten*.

Im Auftrag der Firma Siemens, entsteht hier  1928 durch den Architekten H.Hertlein ein Erholungsheim Klinkerbau, was das ursprüngliche Holzgebäude ersetzte.

Alle Unkosten übernahm damals  für die erholungssuchenden Frauen, die Siemens Betriebskrankenkasse.

Von 1931-1944 wandelte sich die Bezeichnung  *Siemens Garten*, zu Kameradschaftsheim, der Kameradschaft Siemens.

Gegen Ende des Krieges wird das Haus schwer beschädigt!

1947 übernahm der Kulturkreis Siemens behelfsmäßig das Gebäude. 1951 wurde der Bau wieder hergestellt und seit 1952 wird das Gebäude wieder vollständig genutzt.

Heute hat der Bau die Bezeichnung *Eduard-Willis-Haus *

In Namen Eduard Willis wird hier in moderner Form die Betreuung psychisch kranker Menschen, geholfen.

Er machte frühzeitig auf psychische Erkrankungen aufmerksam und schaffte mit seiner Stiftung. Orte zur Erholung.

Für die Schmuckarbeiten am Haus, sowie den Brunnen, war der bekannte Bildhauer Hermann Hosaeus verantwortlich und schaffte durch sein künstlerischen Einfluß, eine besondere Gestalung an der Fassade am Haus. 10 junge Frauen (5 klugen Frauen und 5 törichten Frauen), zieren die Vorderseite des Gebäudes. Direkt an der Ecke Goebelstrasse /Lenthersteig,  steht ein  Brunnen mit Kinderfigur (Putto-Brunnen)

Hosaeus, gestaltete etliche schöne Werke für gesamt Siemensstadt.

Einige habe ich schon hier auf IKiezS vorgestellt:

1928−1932: mehrere Arbeiten für Berlin-Siemensstadt:

  • 1928: Genoveva-Brunnen (auch Märchenbrunnen oder Jungfrauen-Brunnen) in Muschelkalk, an der Harriesstraße

  • zehn in die Fassade eingelassene kleine Terrakotta-Köpfe (kluge und törichte Jungfrauen) am ehemaligen Siemens-Klubhaus

  • Plastiken eines spielenden und eines ruhenden Kindes am Eingangstor des Johanna-von-Siemens-Kinderheims I

  • Schlussstein mit der Inschrift „Heimat“ am Quellweg, am Ende der Siedlung Heimat

  • Plastik einer Seerobbe (1941 als „Metallspende des deutschen Volkes“ eingeschmolzen)

Text und Bilder: IKiezS Rebekka

Quellen : Karl-H. Bienek, Wikipedia , Weinberger Hilfsverein,

https://www.trauerundgedenken.de/Traueranzeige/Eduard-Willis-9999

http://hilfsverein.org/stiftung.htm

 

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