Mau Mau Siedlung Haselhorst

Mau Mau Siedlung Haselhorst

**Dorthin kamste doch nur, wenn du nicht dazugehört hast, zu viele Kinder hattest, wenn du neu in der Stadt warst, weil du geflüchtet bist oder Vertrieben wurdest, oder du warst ein Spätheimkehrer aus dem Krieg und kein Geld hattest eine richtige Wohnung zu bezahlen, so das du nirgendswo anders unterkamst .**
(Mau Mau ….eigentlich ein Begriff für die aufständigen  Kenianer 1950 in Afrika, gegen ihr Kolonialherren.) Eine Unabhängigkeitsbewegung für ein *Land Of Freedom*. Warum? Man glaubte, dass die Verwahrlosung und Zerstörung an diesem Ort, der Kriege in Kenia glichen.
Barackenbehausungen im Haselhorster Kiez.
Man nannte die Bewohner dieser Siedlung: Mau Maus
Gebaut wurde die Mau Mau die sogenannte Kleinraumsiedlung ohne Kellerräume (Schlichtbauweise), im *Quartier Pulvermühle*, Anfang der 1950ziger Jahre. Für Menschen die unverschuldet in Not geraten sind. Gedacht als einen Übergang für Flüchtlinge und Vertriebene. Aber viele blieben und gründeten auch Familien. Sie hatten teilweise auch Flächen die sie bepflanzten und hielten Tiere darauf.
Und ja, es war wohl nicht ohne dort zu wohnen. Eine eher ungewollte, vergessene Gesellschaft. Eine eigene kleine Welt in Spandau und nicht immer ungefährlich.
Ein Brennpunkt in Spandau.
Die Polizei und auch der Bezirk nannte diesen Ort ein Problembezirk. Eine hohe Jugendkriminalität und kiezbezogene Straftaten trugen damals dazu bei. Drogenhandel , Körperverletzungen, Einbrüche und Diebstähle. Seit dem Bau bis zu dem Abriss.
Viele dort lebenden Menschen, fühlten sich jedoch sehr wohl und aufgehoben. Ihr eigener Kiez!
In den bürgerlichen Kreisen, wurden diese Orte in Berlin meist gemieden, weil es eher negativ stigmatisiert wurde.
In den 1990ziger Jahren wurde die Mau Mau Siedlung, für Neubauten der Wasserstadt, abgerissen.
Bis 2000 bekam das alte Pulvermühlenquartier rund um die Olga-Tschechowa-Strasse, moderne neue mehrgeschossige Klinkerbauten.
Viele Altbewohner der ehemaligen Mau Mau Siedlung, haben dort neue Wohnungen erhalten. Das brachte sehr viel Kritik im Rathaus im Bezirk ein, da deshalb eine frische soziale Mischung nicht stattfinden konnte. Mit der Folge, dass die Kriminalität, jetzt nur schöner wohnte.
Heute hat sich die Lage im Quartier deutlich, durch den demografischen Wandel um einiges entschärft. Auch durch viele soziale Projekte, die zum Beispiel Kinder im Kiez, in ihrer Freizeit beschäftigt und Menschen dort Unterstützungen in ihren Angelegenheiten anbietet.
Vereine und Treffen wie: Haveleck mit denen ich auch eng als Kiez Zusammenarbeite und Gemeinwesenverein Haselhorst und besonders der Mitternachtssport.
Links dazu am Ende des Textes

Alle Strassen, rund um den Pulvermühlenkiez wurden mit den Namen bekannter Schauspielerinnen benannt.

Oder ein sehr aktives Spandauer SPD Mitglied Herr Ismael Öner, der hier für die Stadtteile Haselhorst und Siemensstadt tätig war. Er gründete den Verein Mitternachtssport und verbindet sozialpädagogische Arbeit und Sport. Der Verein wurde  inzwischen schon ausgezeichnet und auch ein Jugendcafé eröffnet, das *Mau Mau*, in der  Romy-Schneider-Strasse 4. Mehr dazu unten im Link.

Eine für mich sehr interessante Geschichte, von der ich erst durch die Recherche zum Thema Haselhorst stieß. Der Begriff: Mau Mau Siedlung, war für mich völlig unbekannt. Wenn ich heute, durch das Quartier mit dem Rad düse, rüber zur Wasserstadt oder nur zum Krienickepark,  genieße ich die Siedlungsstruktur mit viel Grün und Havelnähe, da sehe ich nichts mehr von einem Slum.
Text: Rebekka

BILDER. Leider habe ich nur Vergleichsbilder aus Lichterfelde (Lüdeckesiedlung) gefunden.

Quellen:, Wikipedia, Berliner Zeitung, Ich, durch viel lesen und rumstöbern ;),

Organisationen:
Mitternachtssportverein: http://www.mitternachtssport.com/startseite/
Kinder/Jugendtreff: http://www.haveleck.de/
Gemeinwesenverein: http://www.gwv-haselhorst.de/
http://www.berliner-zeitung.de/spandau—ein-kriminalitaetsschwerpunkt-am-ende-der-u-bahn-linie-7–vier-quartiere-des-bezirks-bezeichnet-die-polizei-als-problemkieze–anwohner-sind-geteilter-meinung–der-bezirksbuergermeister-gibt-dem-senat-die-schuld–mau-mau-lebt-weiter-15857276

Bilder:Lichterfelde-süd.de
https://de.wikipedia.org/wiki/Mau-Mau-Siedlung Berlin Lankwitz
https://de.wikipedia.org Pulvermühlen Quartier heute.

pulvermuhlenquartiermap

11 Gedanken zu „Mau Mau Siedlung Haselhorst

  1. Pingback: Initiative Kiez Siemensstadt

  2. Es ist wirklich erschreckend, wie falsch die „Mau-Mau“ Siedlung dargestellt wurde. Vielleicht wäre es sinnvoll gewesen, sich mit Menschen zu unterhalten, die mehr wissen. und vor allem besser und richtiger, als das, was irgendwo geschrieben wurde.
    Ich möchte nur mal einige Dinge anmerken, die falsch sind:
    – die Häuser waren alle unterkellert.
    – die Kriminalität war, zumindest ab Mitte der siebziger Jahre, nicht höher als in anderen Siedlungen in Spandau oder Berlin. Nur die Vorurteile hielten sich hartnäckig,
    – die drei Straßen der alten Siedlung behielten ihre Namen
    – es ist zwar wahr, dass es Einrichtungen und Vereine gab, die sich um die Belange der Menschen kümmerten, aber dazu gehörte ganz sicher nicht der Verein Mitternachtssport.
    Erst am 27. September 2019 begann dieser Verein, der seit einigen Jahren dafür gefördert wird, dass er in Spandau nachts, ausschließlich mit Jungen, Fußball spielt, mit einem Café im Quartier. Es ist also eine Farce, diesen Träger, und dann auch noch als „besonders“, in Zusammenhang mit diesem Artikel zu erwähnen.
    Gerade in der Bauphase waren das Haveleck und der Akzent e.V. die einzigen Organisationen, die die Menschen in einer schwierigen Phase unterstützen. Dazu kam dann als Kooperationspartner der Gemeinwesenverein Haselhorst, als die ersten Häuser fertiggestellt waren.

    Ich schreibe das als jemand, der einen Teil seiner Kindheit in der Siedlung gewohnt hat, und seit 1974 bis heute, beruflich dort tätig ist.
    Ich leite das Jugendkulturzentrum Haveleck und das Spielhaus Goldbeckweg.

    Achim Heidke

    • Der Gründer des Vereines ist laut seiner Aussage ein Kind aus der Mau Mau Siedlung.
      Die Angaben, sind aus recherchiert aus div. Quellen.
      Bitte sich dann an die Quellen wenden. Ausserdem ist eine Richtigkeit auch von Ihrer Seite nicht belegt. Bitte auch das mit Quellen nachweisen. Lieben Dank für die Info. LG Rebekka Initiative Kiez Siemensstadt

      • Hallo Rebekka, die Tatsche, dass er als Kind dort gelebt hat, sagt doch nicht automatisch etwas darüber, dass sein Verein dort aktiv war. Oder woher nehmen sie die Verbindung?
        Es ist ziemlich schlechter Stil, die Aussagen von Menschen anzuzweifeln, die Dinge aus eigener Erfahrung wissen. Das ist, als wenn man zu Zeitzeugen aus dem Krieg sagt, sie sollen doch ihre Aussagen belegen. Ich habe weder einen Grund etwas zu beschönigen, noch etwas schlecht zu reden. Es geht mir um einen sachlichen Umgang mit Informationen. Solche und ähnliche Berichte von „Journalisten“ haben damals schon meine Arbeit dort erschwert.

      • Hallo Achim, woher soll ich denn wissen wer du bist und mich hier angreifst. Auch nicht die feine Art, Kritik zu üben. Deine Erfahrungen werde ich nicht bezweifeln, aber das sind deine Erfahrungen und sind auch subjektiv zu betrachten. Andere haben vielleicht andere Erfahrungen gemacht und berichtet. Auch die Wertung zu anderen Menschen und deren Engagement und auch Entscheidungen sind zu akzeptieren, auch wenn es einem nicht gefällt. Die Gründe, warum er das Café so nennt, würdest du eher Verein selbst erfahren und nicht bei mir. Ein Fazit den wir alle Teilen werdeb, gut das für Jugendliche ein Angebot geschaffen wurde, was dringend und vielfältig nötig ist. Danke, für dein Feedback. LG Rebekka

  3. Hallo Rebekka, ich habe Dich nicht angegriffen, sondern einfach nur das Geschriebene kritisiert. Du hast Deinen Artikel geschrieben, als wenn der Mitternachtsfußball in dem Quartier eine Relevanz gehabt hat, was schlichtweg falsch ist. Das hat überhaupt nichts damit zu tun, dass seit dem 27. 09.2019 dort ein Café eröffnet wurde. Ich habe also nichts bewertet, und erst recht keine Person und auch kein Engagement. Es ging um die Richtigstellung, dass der Verein in keiner Weise in der Arbeit für die Menschen in dem Quartier in Erscheinung getreten ist.
    An welcher Stelle habe ich nach Gründen für eine Namensgebung gefragt? Fakt ist, Du hast in einem Artikel von 2017 eine Organisation als dort aktiv beschrieben, die erst jetzt dort in Erscheinung tritt. Diese Info ist entweder ein Fehler von Dir oder Du bist einer Fehlinformation erlegen. Dann ist die Frage, wie jemand dazu kommt, sich Leistungen zuzuschreiben, die er nicht erbracht hat.
    Ja, und welche Entscheidung habe ich nicht akzeptiert? Was liest Du denn in meiner Nachricht? Das verwundert mich schon wirklich?
    Es macht den Anschein, als wenn Du zwischenzeitlich mit Issy Öner gesprochen hast, wie sich die Nachricht liest. Wir können zur Richtigstellung einiger Dinge gerne ein Dreiergespräch führen.
    Grüße
    Achim

  4. Guten Tag Rebekka, ich habe gestern, auf der Stadtteilkonferenz in Haselhorst, Issy Öner auf die Aussage angesprochen, dass er mit seinem Verein schon seit Jahren in Haselhorst tätig sei. Er sagte, dass er von dieser Aussage nichts weiß, und weder Dich noch diese Seite hier kennt.
    Nun frage ich mich, wo ich den Mangel an Glaubwürdigkeit sehen soll? Das würde sicher auch die die Mitglieder der Stadtteilkonferenz in Haselhorst interessieren.
    Vielleicht kannst Du ja helfen, das aufzuklären. Ein Missverständnis ist ja auf jeden Fall ausgeschlossen.
    Grüße
    Achim

    • Hallo Achim,
      Herr Öner, war als SPD Vitze aktiv in Siemensstadt und Haselhorst, vor 2017 Das wäre die Verbindung zu meiner Aussage. Das es dort keine Verbindung zum Mitternachtssport gab,
      Kann man als Kopplung von Recherche Punkten verstehen. Kann ich, als Zusatz im Text von 2017 anmerken. Bei einem angenehmeren Austausch, wäre es auch schon passiert. Auch habe ich niemals behauptet, daß ich Herrn Öner persönlich gesprochen habe oder ihn kenne. Bitte hiermit, das bei Herrn Öner u. a. sofort zu revidieren! Dein Ton ist erschreckend und solch eine Art einer Kommunikation werde ich auch nicht weiterführen, bitte ändere das. Aber bin natürlich gern bereit, in der Stadtteilkonferenz Haselhorst teilzunehmen.
      Ich habe bisher sehr gerne auch die Aktivitäten und Angebote des Havelecks, durch dein Bitten seit Jahren oft geteilt um so mehr erstaunt mich die Welle der Aggression. Auch hast du mir bisher, obwohl ich dich mehrfach hinwies keine Quellen zu deine Aussagen genannt. Warum nicht?
      Ist deine Haltung anderen gegenüber immer so, die dich seit langem und gerne unterstützen?
      Rebekka

  5. Hallo Rebekka,

    Du schreibst, dass ich aggressiv sei, obwohl ich nur Kritik geäußert habe.
    – Ich habe in meiner ersten Mitteilung geschrieben, wer ich bin, und doch hast Du in Deiner Antwort geschrieben, Du konntest nicht wissen wer ich bin.
    – Du hast in Deiner Antwort Dinge aufgeführt, Du Du nur wissen konntest, wenn Du mit Issy Öner oder mit mir gesprochen hättest.
    – Du unterstellst mir, dass ich andere Menschen werten würde, dass ich Entscheidungen nicht akzeptieren würde. Ich habe Dich gefragt, an welcher Stelle in meinem ersten Text etwas steht, was Dich darauf bringt. Du hast diese Frage nicht beantwortet.
    – Du wolltest Quellen wissen, für meine Aussagen: wenn Du durch das Quartier fährst, findest Du noch immer die drei Straßen, die es damals bereits gab. Ich habe dort als Kind gewohnt und kenne die Siedlung in jedem Detail: alle Häuser waren unterkellert.
    – als Mitarbeiter vom Jugendamt bin ich in Haselhorst seit 1974 tätig, seit 1977 im Haveleck. Dadurch hatte ich ständig Kontakt zu den Familien, Jugendlichen und Kindern, aber auch zur Jugendgerichtshilfe und weiteren Fachbereichen des Jugendamtes. Dadurch hatte ich mein Bild von der Situation, aber auch Zahlen und Einschätzung von Kollegen und Dienststellen.
    Meine Aussagen sind also keine Subjektiven, sondern faktisch richtig. Wie ich schon schrieb, habe ich nicht den geringsten Grund etwas schlecht oder gut zu schreiben.
    Deine wiederholte Anfrage nach Quellen wirkt auf mich auch eher, als Ablenkung, weil Du die Frage nicht beantworten möchtest, woher Du Dinge weißt, die Du nicht wissen kannst, und diese dann in Deinem Text denkst, mir vorhalten zu können.
    Ich mache meine Bereitschaft zur Zusammenarbeit übrigens nicht davon abhängig, ob ich jemand mag oder nicht, erst recht verweigere ich eine Zusammenarbeit nicht, wenn ich kritisiert werde. Ich sage aber auch Menschen, die ich mag, wenn etwas nicht richtig ist.
    Was ich allerdings auch ganz strikt trenne: meine Arbeit und meine Parteizugehörigkeit.
    Es gibt nur ganz wenige Menschen in meinem beruflichen Umfeld, die wissen, dass ich schon seit vierzig Jahren Mitglied in der SPD bin. Aktive Parteiarbeit leiste ich nur in meiner Freizeit. Ich bin über Dinge die die SPD betreffen also auch halbwegs informiert und kann viele Leute in der Partei auch einschätzen.
    Ja, Issy Öner war weder mit seinem Verein, noch als SPD-Mitglied in Haselhorst aktiv.

    Abschließend noch einmal das Angebot zu einem Gespräch zu dritt mit Issy Öner.

    Grüße
    Achim

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